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Drucksache: Windows Developer 8.18 - Blockchain - Was ist das, was kann das, was soll das?

Im Windows Developer 8.18 ist ein Artikel über die Blockchain erschienen: Was ist das, was kann das, was soll das?

Die Blockchain - dabei fällt einem meist zuerst oder auch ausschließlich Bitcoin ein. Aber das ist nur eine von vielen möglichen Anwendungen. Denn eigentlich ist eine Blockchain nur eine dezentral gespeicherte, beliebig erweiterbare Liste von Datensätzen, die kryptographisch so gesichert sind, dass sie nach der Speicherung nicht verändert oder gelöscht werden können. Und die können aus allem möglichen bestehen, nicht nur Transaktionen einer Kryptowährung.

Halten wir mal fest: Die Blockchain ist eine spezielle Art von Datenbank, vergleichbar mit dem Hauptbuch der Buchführung, in dem alle Geldflüsse des Unternehmens verzeichnet sind. Weshalb die Blockchain im Englischen mitunter auch als Ledger bezeichnet wird. Und diese Datenbank ist manipulationssicher und kommt ohne vertrauenswürdige Instanz aus. Außerdem könnte man sie auch als eine Art „Ewiges Logbuch“ betrachten, das je nach Implementierung ohne vertrauenswürdige Zentralstelle auskommt.

Das löst manche Probleme, z.B. das des doppelten Ausgebens von Kryptowährungen oder die Verfolgung von Lieferketten. Manche aber nicht, wie z.B. den Schutz der Privatsphäre: Bitcoin-Nutzer sind zwar durch Pseudonyme geschützt, die lassen sich aber bei Auswertung aller Transaktionen eines Benutzers unter Umständen auflösen.

Man kann sehr viele interessante Dinge mit Blockchains realisieren. Aber inzwischen wird sie für meinen Geschmack zu oft als Allheilmittel für alle Probleme angepriesen. Manche vorgeschlagenen Lösungen sind nur dem Hype geschuldet. Man möchte halt was mit der Blockchain machen, weil das gerade alle machen. Auch wenn es eigentlich gar nicht nötig wäre. Oder sogar kontraproduktiv, weil viel zu aufwendig und kompliziert.

Wenn Sie also ein Problem haben, für das man Ihnen eine Blockchain als Lösung anbietet: Prüfen Sie zunächst mal, ob die Blockchain das Problem wirklich lösen kann. Also irgend etwas manipulationssicher und ohne vertrauenswürdige Instanz protokolliert werden muss. Und wenn das der Fall ist, bleibt immer noch die Frage, ob eine Blockchain wirklich die einfachste und effektivste Lösung ist. Oder ob es nicht vielleicht einfachere und/oder effektivere Lösungen gibt. Um die nur gerade kein Hype gemacht wird.

Und hier noch die Links und Literaturverweise aus dem Artikel:

Carsten Eilers

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        <footer class= Kategorien: Drucksache

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